Mobilität im Deutschunterricht

 

 

 

Vorbereitung/Planung:

 

Parallel zum Ziel, erneut als UMWELTSCHULE IN EUROPA ausgezeichnet zu werden, sollen die Themen „Umwelt“ und „Umweltbewusstsein“ noch breiter in die Schulgemeinschaft getragen werden.

Der Plan beinhaltet, mit jedem neuen Schuljahr in einer anderen Klassenstufe ein Projekt zu einem speziellen Umweltthema durchzuführen. Die Bearbeitung erfolgt entsprechend über das gesamte Schuljahr fächerverbindend und -übergreifend und soll dabei in der jeweiligen Klassenstufe in allen Klassen parallel laufen. Zusätzlich können auch außerschulische Lernorte und Experten einbezogen werden, wobei die Ergebnisse aller Fächer an eigens dafür terminierten Projekttagen präsentiert und gewürdigt werden.

 

Die zuständige Arbeitsgruppe schlug vor, für das Schuljahr 2014/2015 das Thema MOBILITÄT in der Klassenstufe 7 zu bearbeiten.

 

 

Ablauf:

 

Im ersten Halbjahr informierten sich die Schüler in den Schwerpunktfächern Erdkunde, Biologie und Physik über den Begriff der Mobilität, erkundeten ihr eigenes und fremdes Mobilitätsverhalten und erarbeiteten die Auswirkungen auf den eigenen Schulweg, Folgen für die Umwelt und weitere Konfliktpotenziale.

 

Auf diesen Grundlagen erfolgte in weiteren Fächern wie u. a. Mathematik, Französisch, Englisch, Deutsch, Kunst und Musik eine vertiefende Auseinandersetzung mit den bisherigen Ergebnissen. Hierzu zählten beispielsweise die Berechnung prozentualer Anteile der von Schülern und Eltern genutzten Verkehrsmittel, in der Auseinandersetzung mit der individuellen Umweltverantwortung und deren Nutzung oder Zerstörung in Texten, Rapmusik und Bildern. Auch die vergleichende Betrachtung des früheren und heutigen Gebrauchs von Fortbewegungsmitteln, zuweilen in Verbindung mit dem Blick auf andere Länder und deren infrastrukturellen Gegebenheiten, wurde hier angestrebt.

 

Der Besuch der Autostadt Wolfsburg mit dem Lernangebot „Wahre Mobilität“ rundete dabei die bisher gemachten Erfahrungen ab und eröffnete den Schülern weitere Perspektiven zum Thema.

 

Einen ersten Blick auf bisherige Resultate gewährte der Ende Januar hierfür stattgefundene Projekttag der 7. Klassen, bei welchem alle drei Klassen ihre einzelnen Fachprojekte präsentieren konnten. Zu diesem Anlass gestaltete jede Klasse ihren Klassenraum so, dass die eingeladenen fünften und sechsten Klassen sowie die Schulleitung und interessierte Kollegen jedes Projekt präsentiert bekamen. Neben Plakaten, Musik, Materialien zum Anfassen und PowerPoint-Präsentationen waren auch von Schülern und Schülerinnen aufgeführte Szenen und Dialoge interessante Anziehungspunkte für die Besucher. Ein Feedbackbogen gab weiterhin die Möglichkeit, Kommentare und Vorschläge zu geben als auch Anregungen für die weitere Bearbeitung des Projekts.

 

Im zweiten Halbjahr soll nun untersucht werden, wie etwa die Mobilität der Schülerinnen und Schüler hin zu mehr Verantwortung und Umweltbewusstsein verbessert werden könnte. Jede siebte Klasse soll sich selbst Ziele setzen und versuchen, diese bis zum Jahresende zu erreichen. So  könnten z. B. Empfehlungen an Behörden oder Politik erarbeitet werden, um Verbesserungen in der Nachhaltigkeit, Effizienz oder anderen Faktoren im Personennahverkehr o. ä. zu erzielen. Die Präsentation dieser Ergebnisse erfolgt zum Schuljahresende.

 

 

 

 

Im Zuge der Unterrichtseinheit „Leserbriefe“ bearbeiteten die Schüler zunächst die allgemeinen Merkmale und den Aufbau eines Leserbriefs. Sie setzten sich mit Pro- und Kontraargumenten sowie Argumentationsketten auseinander und versuchten zu verschiedenen Themen ihre Argumentationsfähigkeit zu überprüfen und auszubilden.

 

Auf dieser Grundlage beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler daraufhin mit Vor- und Nachteilen der verschiedenen Fortbewegungsmittel, die ihnen auf ihren Schulwegen zur Verfügung stehen und die bereits in anderen Fächern (Erdkunde und Mathematik) genauer betrachtet wurden.

 

Ziel war es, einen Leserbrief zum Thema „Unser Schulweg“ zu verfassen. Dazu sollten sich die Schülerinnen und Schüler in Gruppen zunächst wiederholend mit ihrem eigenen Schulweg befassen, um daraufhin eine eigene Fragestellung zu entwickeln, die verschiedene Standpunkte zulässt. Diese Fragstellungen sollten dann - neben Informationen zum allgemeinen Aufbau eines Leserbriefs - mit Pro- und Kontraargumenten zu einzelnen Fortbewegungsmittel sowie eigenen Beispielen auf Plakaten erfasst werden, die dann am Projekttag mit den Besuchern erörtert und diskutiert werden sollten. Diese konnten somit auch eigene Erfahrungen und Meinungen einbringen und ihren eigenen Schulweg auf seine Umweltverträglichkeit überprüfen.

 

gez. Bork